Der Andenstaat Bolivien gilt als das ärmste Land Südamerikas. Mehr als die umliegenden Staaten ist das Land indianisch geprägt (60% der Einwohner sind Nachkommen der vorkolumbianischen Bevölkerung). Vor mehr als 100 Jahren verlor Bolivien seinen Zugang zum Pazifik an Chile und hat heute lediglich durch Pacht eine Freihandelszone zum peruanischen Hafen Ilo. Durch den Verfall des Zinnpreises auf dem Weltmarkt waren die Zinnmienen nicht mehr rentabel und mußten geschlossen werden. Ca 30% des Volkseinkommens wandern in die Schuldentilgung.
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Seit Bolivien 1987 als Partnerland der Diözesen Hildesheim und Trier wurde, rückte u.a. auch die Bergarbeiterstadt Oruro ins Blickfeld. 1989 übernahm unsere Gemeinde eine Patenschaft für ein Altenheim in Oruro, das 1984 durch kirchliche Spenden entstanden war. Den Kontakt hatte unser damaliger Pfarrer Osseforth aufgenommen, dem eine der Schwestern die das Heim leiten, bekannt war. Interessierte Gemeindemitglieder bildeten einen Bolivienkreis der sich für Spenden für Oruro einsetzte Dreimal sind inzwischen 10 - 12 Mitglieder des Kreises in Bolivien gewesen – 1991, 1994, 1997 - und haben speziell das Heim "La Sagrada Familia" in Oruro besucht. |
| Bei der zweiten und dritten Reise konnten die Besucher sich davon überzeugen, daß mit den Spenden Fortschritte erzielt wurden hinsichtlich der Anzahl der Heimbewohnerplätze, der Unterbringungsgegebenheiten und der teilweisen landwirtschaftlichen Eigenversorgung. Eine Finca (ein landwirtschaftlich "genutztes Grundstück) wurde erworben im Laufe der Jahre vergrößert und zur Deckung des Eigenbedarfs genutzt. | |
Während der Reise 1997 hat der Bolivienkreis eine Gemeinde in Santa Cruz aufgetan die von sich aus Kontakt zu einer bolivien-interessierten Gemeinde in Deutschland sucht, und erhofft sich von diesem Kontakt einen Informationsaustausch wie er mit einem Altenheim nicht möglich ist.
04.05.99